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Zwei uzbekische Mädchen, Flüchtlinge aus Afghanistan, im Shamshatoo-Flüchlingslager in der Nähe von Peshawar, Pakistan (Oktober 2001)

 


Ein Kind dessen Familie intern umgesiedelt wurde beim Baden in einem Lager für umgesiedelte Familien ausserhalb von Neiva, Kolumbien (2000)

 


Im März/April 1999 kamen über 300'000 Flüchtlinge aus Kosovo in Albanien an.

Die Mitgliedskirchen des ÖRK und ihre ökumenischen Partnerorganisationen kümmern sich seit mehr als 50 Jahren um entwurzelte Menschen. Die Arbeit wurde bis 1999 vom ÖRK-Referat für Flüchtlingsarbeit und Migration koordiniert und ab Januar 1999 in das Team für internationale Angelegenheiten integriert. Damit wurden die Aktivitäten der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten und des Flüchtlingsdienstes zusammengelegt.

Die Arbeit des Rates im Dienst an entwurzelten Menschen stützt sich auf die Arbeit, die von den ökumenischen Partnern und von den Mitgliedskirchen auf der Gemeindeebene geleistet wird. Es hat eine ethisch fundierte globale Analyse der Probleme ausgearbeitet, die sich im Zusammenhang mit Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und internationalen Migranten stellen. Die Programmtätigkeit orientiert sich an den Anweisungen der ÖRK-Mitgliedskirchen, der regionalen Arbeitsgruppen und des weltweiten ökumenischen Netzwerks zu entwurzelten Menschen. Das grosse Echo auf den Aufruf des ÖRK-Zentralausschusses, 1997 als Ökumenisches Jahr der Solidarität der Kirchen mit den Entwurzelten zu begehen, ist ein gutes Beispiel für die breite Mitwirkung der Kirchen in aller Welt.

Seit seiner Entstehung im Jahre 1946 (also noch vor der Gründung des ÖRK) wirkt den Dienst an entwurzelten Menschen als Initiator, Motor und Katalysator. Es hat vier Hauptziele.

  • den diakonischen Dienst für und mit entwurzelten Menschen als ein zentrales Element kirchlichen Lebens fördern;
  • auf globaler, regionaler und nationaler Ebene Einfluss auf die Politik nehmen, indem es für aus christlicher Sicht ethisch vertretbare Handlungsgrundsätze eintritt;
  • die Lebensbedingungen der Entwurzelten verbessern, indem es die praktische Solidarität auf der Ortsebene fördert und erleichtert.
  • die Ursachen untersuchen, die Menschen zwingen, ihre Gemeinschaften zu verlassen.
  • Wichtigste Priorität des Programms ist es, den Kirchen dabei zu helfen, mit entwurzelten Menschen solidarisch zu sein, für ihre Interessen einzutreten und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Grundlage und verbindendes Element aller seiner Aktivitäten ist der Ausbau der Kapazitäten. Im vergangenen halben Jahrhundert hat sich das Programm darauf spezialisiert, sowohl die kirchliche als auch die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen der Vertreibung von Menschen in allen Teilen der Welt zu fördern.

    Das Programm arbeitet mit internationalen christlichen Partnerorganisationen und entsprechenden zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Es unterhält eine kritisch-konstruktive Partnerschaft mit den wichtigsten internationalen Organisationen, die sich mit Flüchtlingen, Vertriebenen und Migranten befassen: dem Hohen Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), der Internationalen Organisation für Migration (IOM), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Internationalen Rat der Freiwilligenverbände (ICVA).

    Bei seiner Fürsprache und seinen Aktivitäten ist der ÖRK vor allem deshalb in hohem Masse glaubwürdig, weil er unmittelbaren Kontakt zu einer engagierten Mitgliedschaft auf der Orts-, Landes-, regionalen und Weltebene unterhält. Die Programmmitarbeiter und -mitarbeiterinnen verfügen über einschlägige Qualifikationen und Erfahrungen mit Problemen, Politik und Programmen in den Bereichen Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Migranten. Das integrierte Arbeitsprogramm für entwurzelte Menschen des Teams für internationale Angelegenheiten umfasst fünf Bereiche:

  • Forschung, Analyse und Reflexion zwecks Verständnis und Entwicklung von Leitlinien;
  • Teilen von Ressourcen und Kapazitätsaufbau für die diakonische Arbeit der Kirchen;
  • Mobilisierung und Koordinierung konkreter Aktionen der Mitgliedschaft;
  • Kommunikation zwecks Austausch von Informationen und Analysen als Grundlage für die Entwicklung gemeinsamer Konzepte;
  • Antwaltschaft zur Einflussnahme auf internationale, regionale und nationale Pollitik, die sich auf das Leben und Wohlergehen entwurzelter Menschen auswirkt.
  • Veröffentlichungen

    (nur auf Englisch)

    UPROOTED PEOPLE newsletter - Issue 21, June 2003

    UPROOTED PEOPLE newsletter - Issue 20, October 2002

    UPROOTED PEOPLE newsletter - Issue 19, May 2002

    UPROOTED PEOPLE an index of back issues available on the web

    "The Church of the Stranger: Risking to be with Uprooted People" - WCC speech at the Fourth World Congress on Migration, The Vatican, 5-10 October 1998

    Global Campaign brochure

    (auf Deutsch)
    Ein Moment der Entscheidung: Erklärung zu entwurzelten Menschen, verabschiedet vom ÖRK-Zentralausschuss 1995

    Ein Moment der Entscheidung: Solidarität mit den Entwurzelten (Handbuch)

    Organisationen

    Büro des UN-Hochkommissariats für
    Menschenrechte (OHCHR)

    Informationen über Menschenrechtsverträge und -diskussionen, speziell über Migranten und Binnenvertriebene.

    Hohes Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR)

    Internationale Organisation für Migration (IOM)
    Enthält eine Sonderseite über die Menschenrechte von Migranten.

    December 18 - human rights of migrant worker
    Online Network for the Promotion and Protection of the Rights of Migrant Workers

    US-Netzwerk für die Rechte von Einwanderern und Migranten
    Informationen (auf Englisch) über die Lage von Flüchtlingen und Migranten in den USA. Enthält eine Seite über die UN-Flüchtlingskonvention.

    US-Komitee für Flüchtlinge
    Veröffentlicht jährlich den World Refugee Survey und gibt regelmässig Dokumente zu spezifischen Problemen von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen heraus. (auf Englisch)



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