Team für Diakonie & Solidarität (D&S)
Pazifikreferat
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Berücksichtigung der regionalen Perspektiven / Effizientes Teilen und effektive Solidarität / Kapazitätsaufbau/Kompetenzbildung für Kirchen und ökumenische Organisationen / Folgen des Nuklearversuche

Berücksichtigung der regionalen Perspektiven

Bei der ökumenischen Arbeit im Pazifik ist es ganz besonders wichtig, die spezifischen Perspektiven der Region im Auge zu behalten. Das Pazifikreferat bemüht sich darum, indem es

  • die Arbeit einer Ökumenischen Regionalgruppe Pazifik (PERG) koordiniert. PERG bringt pazifische Kirchenvertreter und –vertreterinnen mit Vertretern und Vertreterinnen internationaler Partnerorganisationen sowie der Pazifischen Konferenz der Kirchen (PCC) zusammen;
  • Pacifik-Referat


    Ein Foto von 1980 zeigt einen Bohrturm zur Vorbereitung der unterirdischen Atomtests im Centre d‘expérimentation du Pacifique, Tahiti.

    Auf ihrer Tagung in Neukaledonien im Juli 2001 unterstrich PERG die Notwendigkeit einer fortgesetzten Unterstützung des Pazifikreferats für:
    - die Evangelische Kirche auf Neukaledonien und den Loyalty-Inseln. Die Kirche beschäftigt sich mit den Vereinbarungen von Nouméa und klärt die Menschen über die Folgen auf, die die Niederlassung einer Bergbaugesellschaft in der Nordprovinz für ihr Leben und ihre ohnehin schon gefährdete Umwelt haben könnte;
    - den Weg Neukaledoniens zur Selbstbestimmung. Dazu muss ein nachhaltiges Wirtschaftssystem gehören, das laut PERG begleitet sein muss von kultureller Entwicklung, einem integrierten Entwicklungskonzept und ökumenischem Geist;
    Ausbildung, Ausrüstung und Weiterbildung der pazifischen Kirchen in der Informationstechnologie.
  • Dialog und Konsultation fördert; bei der Umsetzung ökumenischer Initiativen in der Region hilft – wie z.B. der Dekade zur Überwindung von Gewalt oder der ÖRK-Arbeit zur wirtschaftlichen Globalisierung.
  • Im Jahre 2001 hat das Pazifikreferat geholfen, Informations- und Austauschbesuche sowie Begegnungen innerhalb und zwischen Ländern und Regionen zu organisieren; ferner hat es Ausbildung angeboten; lokale Programme beratend und seelsorgerlich begleitet; kleine Gruppen zur Strategieplanung zusammengebracht; und theologische Reflexion und Gemeinwesenbildung in den Ortskirchen gefördert.
  • bei der Umsetzung ökumenischer Initiativen in der Region hilft
  • – wie z.B. der Dekade zur Überwindung von Gewalt oder der ÖRK-Arbeit zur wirtschaftlichen Globalisierung
    Zur Vorbereitung der ökumenischen Teilnahme am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (2002) organisierte das ÖRK-Pazifikreferat 2001 in Zusammenarbeit mit dem Team für Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung (JPC) einen Konsultationsprozess, der folgende Veranstaltungen einschloss:
    - eine Tagung von Wirtschaftsexperten aus dem Pazifischen Raum im März 2001 in Genf; die Gruppe entwarf einen Vorschlag für eine mögliche Antwort der Kirchen im Pazifik auf die wirtschaftliche Globalisierung;
    - eine Konsultation der pazifischen Mitgliedskirchen des ÖRK im Mai 2001 zur Erörterung des Reaktionsentwurfes; die anwesenden kirchlichen Verantwortlichen tauschten Informationen und Berichte über die Auswirkungen der wirtschaftliche Globalisierung auf ihre Gemeinden aus;
    - eine internationale Konferenz über Kirchen und Globalisierung im August 2001 auf Fidschi; die Konferenz nahm das überarbeitete endgültige Dokument mit dem Titel „Die Insel der Hoffnung“ entgegen. Darin werden Elemente der „pazifischen Lebensweise“ beschrieben und Alternativen zur Globalisierung vorgeschlagen.

    In einer Pressemitteilung über die Konferenz hieß es: „Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Beitrag der Kirchen im Pazifischen Raum, den sie „Insel der Hoffnung“ nannten. Insel der Hoffnung ist eine Metapher für die Ganzheit des Lebens, deren wesentliche Merkmale Großherzigkeit, Wechselseitigkeit und das Miteinanderteilen der Gemeingüter sind – in starkem Kontrast zu den Hauptmerkmalen der Globalisierung. Die pazifischen Kirchen stellten echte und durchführbare Alternativen zur Globalisierung vor, die die Gesellschaften im Pazifik seit Generationen bestehen lassen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus anderen Teilen der Welt konnten sich mit diesem pazifischen Konzept durchaus identifizieren. Der internationalen Konferenz auf Fidschi waren Regionalkonferenzen in Budapest und Bangkok sowie im Mai im Pazifik vorausgegangen; ferner eine Konsultation, auf der internationale Jugendvertreter und –vertreterinnen mit ihren Counterparts aus dem Pazifik zusammentrafen. Der ÖRK plant weitere internationale und regionale Tagungen in Lateinamerika, der Karibik, Nordamerika und Afrika. Diese internationale Tagung hatte im Pazifischen Raum stattgefunden, damit das Konzept der „Insel der Hoffnung“ die späteren Konsultationen prägen und dort weiterentwickelt werden könnte.“

    Effizientes Teilen und Effektive Solidarität

    Um

  • Partnerschaften in der ökumenischen Gemeinschaft aufzubauen (und die Geber/Empfänger-Beziehungen zu ersetzen),
  • ein Diskussionsforum anzubieten, auf dem Gemeinschaften, Partnerkirchen und Hilfsorganisationen über ökumenische Anliegen sprechen können,
  • die Einigung über einen Haushalt, über Finanzkontrollen und über Berichtersstattung zu ermöglichen und
  • um zu langfristigen Finanzierungsverpflichtungen zu ermutigen

  • arbeitet das Pazifikreferat mit runden Tischen.

    Ein runder Tisch der Pazifischen Konferenz der Kirchen (PCC) im Oktober 2001 auf Fidschi beschäftigte sich mit einer ganzen Reihe von Fragen, einschließlich - Rechenschaftsstrukturen und thematische Berichterstattung der PCC - Anstieg der Selbstmordrate unter Jugendlichen auf Samoa der Konflikt auf den Salomonen - (nach dem Putsch von 2001 auf Fidschi) der Frage, wem das Land gehört, und der Notwendigkeit für die Kirche, den Armen und nicht nur einer einzigen Gemeinschaft zu dienen.

    Ein pazifisches Partnerforum, das ebenfalls im Oktober auf Fidschi stattfand, brachte wichtige regionale NROs zusammen, die sich mit den Themen Umwelt, Kapazitätsaufbau, Geschlechterfragen, kontextuelle Theologie sowie Frauen und Theologie befassten. Die Tagung machte deutlich, dass eine stärkere Vernetzung nötig ist, und die NROs kamen überein, einmal jährlich zusammenzutreffen und weitere Wege der Zusammenarbeit an diesen Themen zu sondieren.

    Kapazitätsaufbau/Kompetenzbildung für Kirchen und ökumenische Organisationen

    Durch Workshops über Finanzmanagement und strategisches Planen, Staatsbürgerkunde und Menschenrechtstraining, Kapazitätsaufbau bei den kommunikativen Infrastrukturen etc. will das Pazifikreferat in Zusammenarbeit mit der Pazifischen Konferenz der Kirchen (PCC)

  • Pilotprojekte für verbesserte Planung und Berichterstattung fördern und
  • einen langfristigen Ausbau der Organisations- und
  • Führungsstrukturen in den Kirchen, Nationalen Kirchenräten und anderen ökumenischen Organisationen fördern
  • .

    Im Anschluss an eine Konsultation über Geschäfts- und Finanzmanagement im Februar 2001, auf der die Einrichtung einer Institution vorgeschlagen worden war, die den Kirchen bei der Verbesserung ihres Finanzmanagements helfen kann, wurde auf einer Konsultation im September 2001 auf Fidschi die Pacific Churches Management Society (PCMS) geschaffen. Auf dieser Konsultation stellte der ÖRK-Referent für Afrika die Arbeit der afrikanischen Kirchen als beispielhaft vor für die Einigung von Kirchen und Partnern auf eine einheitliche Berichterstattung für alle in der Region arbeitenden Einrichtungen.

    Das ÖRK-Pazifikreferat organisierte 2001 zwei Tagungen zur Förderung des Bewusstseins von Bürgerrechten und –pflichten: eine Tagung der Ökumenischen Regionalgruppe Pazifik (PERG) im Juli in der Nordprovinz von Neukaledonien, die sich mit der Vereinbarung von Nouméa beschäftigte, und eine Tagung über Bioethik auf Tonga Mitte März. Letztere wurde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kirchenrat von Tonga und dem ÖRK-Team für Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung (JPC) durchgeführt. Der Verkauf des tongaischen Genpools wurde als Fallstudie für die Untersuchung jüngster Entwicklungen in der biogenetischen Technologie und ihrer potenziellen Auswirkungen auf künftige Generationen herangezogen.

    Folgen des Nuklearversuche

    Das Pazifikreferat des ÖRK arbeitet mit regionalen Gremien wie der Vereinigung Moruroa e Tatou und anderen zusammen, um das internationale Bewusstsein für die Folgen der Nuklearversuche im Pazifik zu schärfen.

    Die Vereinigung der ehemaligen Testarbeiter auf Moruroa Moruroa e Tatou wurde offiziell am 4. Juli 2001 auf einer Gründungsversammlung ins Leben gerufen, an der über 175 ehemalige Arbeiter und/oder die Ehepartner verstorbener oder kranker Arbeiter teilnahmen. Die neue Vereinigung hat u.a. (unter Aufsicht eines Gesundheitsspezialisten, der britische, australische, neuseeländische und fidschianische Atomtest-Veteranen vertritt) eine medizinische Umfrage durchgeführt und eine Delegation nach Japan entsandt, um ein Buch über die Auswirkungen der Nukleartests im Pazifik vorzustellen.

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