Das JPC-Team bringt die Solidarität des ÖRK mit den Urvölkern in folgender Weise zum Ausdruck:
Unterstützung ihrer Teilnahme an verschiedenen UN-Foren: der UN-Arbeitsgruppe über autochthone Bevölkerungsgruppen; einer Arbeitsgruppe zum Entwurf einer Erklärung zu den Rechten der Urvölker, die auf zeitlich unbefristeter Basis zwischen den jeweiligen Sitzungsperioden arbeitet; einem Ständigen Forum für Urvölker.
Förderung des Dialogs über die Spiritualität der Urvölker zwischen den traditionellen religiösen Führern der Urvölker und Vertretern/innen anderer Religionen, einschließlich christlicher Theologen/innen. Da es sich hierbei um einen Dialog unter Gleichberechtigten handelt, besteht das Ziel darin, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und Heilung und Versöhnung mit der ganzen Schöpfung anzustreben.
Bekräftigung des überlieferten Wissens der Urvölker, ihrer Kultur und Identität sowie ihres Beitrags zum Schutz der Erde und künftiger Generationen und die Aufforderung an die weltweite Gemeinschaft, ihrem Beispiel zu folgen.
Dieses Drei-Jahres-Programm befasst sich z.B. mit Fragen des geistigen Eigentums, der nachhaltigen Entwicklung, der biologischen Vielfalt und des Klimawandels.
Seit den 70er Jahren unterstützt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) den Kampf der Urvölker im Rahmen seines Programms zur Bekämpfung des Rassismus (PCR) und seines Programms für Urvölker (IPP). Diese Unterstützung findet Ausdruck in theologischer Reflexion, geschichtlicher Analyse, ethischer Diskussion, Netzwerkarbeit und Engagement bei der UNO für Anliegen der Urvölker, die eng miteinander verknüpft sind, wie Land, Kultur und Spiritualität, Macht und Identität, Souveränität und Selbstbestimmung.
Aufgrund der zunehmenden Verschlimmerung der globalen wirtschaftlichen und politischen Lage nimmt die Ausgrenzung der Urvölker und die Bedrohung der Kontinuität und Überlebensfähigkeit ihrer Kulturen und traditionellen Lebensformen zu. Der ÖRK unterstützt daher auch in Zukunft den Kampf der Urvölker, wie z.B. im Rahmen der neuen Studie über Bildungsarbeit und Urvölker.
Wichtige Dokumente zum Anklicken:
(Nur auf Englisch)
ECHOES no. 16, 1999: The Earth as Mother
WCC Indigenous Peoples Programme: Walking together towards tomorrow
Dalit Solidarity Peoples: The Vision
Appeal from the Indigenous Peoples: "Why are we still waiting?"
... and related pages on this site
The Churches' Response to Racism: Indigenous Peoples' Contribution
The Churches' Response to Racism: Dalit Solidarity Programme
06.09.00 ÖRK-Pressemitteilung: Rechte der Urvölker im Pazifik: Gemeinsamer Workshop von Ökumenischem Rat der Kirchen und Pazifischer Kirchenkonferenz, Suva, Fidschi, September 2000 |
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Das Engagement des ÖRK für die Anliegen von Urvölkern orientiert sich an folgenden Kriterien:
Anerkennung der Notwendigkeit, sich mit dem Problem der Ablehnung, Herabsetzung und Zerstörung der Spiritualität und überlieferten Werte der Urvölker auseinanderzusetzen;
Anerkennung des Anspruchs der Urvölker auf das, was ihnen in der Vergangenheit vorenthalten und schließlich zerstört wurde - ihre Kultur, Identität, Sprache, kulturellen Symbole, das Land ihrer Vorfahren, Grabstätten...
Achtung des Rechts der Urvölker, selbst über ihre politische, wirtschaftliche, kulturelle und spirituelle Entwicklung zu bestimmen;
Anerkennung der Verantwortung der Kirchen, Aufklärungsarbeit im Blick auf die Anliegen und Probleme der Urvölker zu leisten;
Anerkennung der wichtigen Rolle der Bildungsarbeit bei der Förderung eines tieferen Verständnisses und Engagements für den Kampf der Urvölker;
Würdigung der Weisheit der Urvölker und des besonderen Beitrags, den sie zur Entwicklung neuer Ansätze, Methoden und Konzepte in der kirchlichen Bildungsarbeit leisten können. |

Eine Frau vom Stamm der Ponca berichtet ökumenischen Besuchern/innen von ihren Erfahrungen mit Rassismus (USA, 1994) |