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ZENTRALAUSSCHUSS 1999 NR. 19


2. September 1999

ÖRK AUF SPARKURS


Text of release here Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat am Donnerstag, 2. September, den Bericht seines Finanzausschusses entgegengenommen. Wie bereits gemeldet, war 1998 ein finanziell gutes Jahr trotz sinkender Einnahmen. Sie konnten aber durch Einsparungen bei den Betriebsausgaben von CHF 35 Millionen auf CHF 30 Millionen sowie bei denn Programmaktivitäten von CHF 32 Millionen auf CHF 29 Millionen aufgefangen werden. Der am Ende des Jahres resultierende Überschuss von über CHF 1,2 Millionen ist vom Zentralausschuss dem Fonds für die neunte Vollversammlung (CHF 300 000), dem Fonds zur Renovierung des ökumenischen Zentrums (CHF 600 000) sowie für die Sanierung der Informationstechnologie (CHF 250 000) aufgeteilt worden.

Für das laufende Jahr war ein Defizit von CHF 51 000 veranschlagt worden. Im Moment zeichnet sich jedoch ein negatives Ergebnis von CHF 297 000 ab. Der Zentralausschuss forderte deshalb, es müsse alles getan werden, um das veranschlagte Defizit nicht zu überschreiten. Auch für das Jahr 2000 dürfe das Defizit nicht mehr als CHF 50 000 betragen und im Jahr 2001 müsse der Betriebshaushalt ausgewogen sein.

Einer der Gründe für die relativ niedrigen Gesamteinnahmen aus Mitgliedsbeiträgen des ÖRK liegt darin, dass 167 der 336 Mitgliedskirchen ihre Beiträge nicht bezahlen. Der Zentralausschuss nahm deshalb zur Kenntnis, dass der ÖRK-Stab die nächsten zwei Jahre nutzen will, um die Mitgliedskirchen auf ihre Verpflichtungen hinzuweisen. Wenn das nicht hilft, sollen von 2002 an "deutlich und systematisch Konsequenzen gezogen werden". Es sei ein Skandal, so ein Zentralausschuss-Mitglied, wenn wohlhabende Kirchen nicht einmal den Mindesbeitrag von CHF 1000 aufbrächten.

Mit seiner Kampagne bei den Mitgliedskirchen hofft der ÖRK, innerhalb der nächsten fünf Jahre die Beiträge von CHF 6,8 Millionen auf CHF 9,5 Millionen steigern zu können.

Ein weiterer Grund für die finanzielle Enthaltung vieler Kirchen machte der Finanzausschuss in der Tatsache aus, dass der ÖRK für viele zu wenig bekannt und weit entfernt sei. Deshalb soll den Mitgliedskirchen empfohlen werden, einen "Sonntag der ökumenischen Verpflichtung" in den Kirchenkalender aufzunehmen.

Angelaufen sind auch die ersten Vorbereitungen für die neunte Vollversammlung, die 2005 stattfinden soll. Von den Mitgliedskirchen wird erwartet, dass sie insgesamt CHF acht Millionen CHF in den Vollversammlungsfonds einbezahlen. Die achte Vollversammlung, die letztes Jahr in Harare stattfand, hatte CHF 13,1 Millionen gekostet.


Weitere Informationen erhalten Sie von Karin Achtelstetter, ÖRK-Medienbeauftragte
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