Ökumenischer Rat der Kirchen Kommunikationsabteilung
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ZENTRALAUSSCHUSS
29. Januar - 6. Februar 2001
Potsdam, Deutschland

31. Januar 2001

ÖRK-Zentralausschuss nimmt neue Mitglieder auf
und erkennt ökumenische Organisationen an


Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat die Aufnahmeanträge von sieben Kirchen angenommen, vier ökumenische Organisationen als angeschlossene Räte aufgenommen und zwei Gruppen als internationale ökumenische Organisationen anerkannt. Des weiteren erkannte er zwei neue Kirchen an, die aus dem Zusammenschluss von vier ÖRK-Mitgliedskirchen entstanden sind.

Durch den Beschluss des Zentralausschusses, der auf dessen Tagung in Potsdam (Deutschland) am 29. Januar gefasst wurde, erhöht sich die Anzahl der ÖRK-Mitgliedskirchen auf 342 und die der angeschlossenen Räte auf 60. Der ÖRK ist eine internationale Gemeinschaft christlicher Kirchen, die mehr als 400 Millionen Christen in aller Welt vertritt.

Folgende Kirchen wurden als neue Mitglieder aufgenommen:

  • Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia, die über 550 000 getaufte Mitglieder in 102 Gemeinden hat.
  • Der Bund der Philippinischen Baptistenkirchen mit mehr als 100 000 getauften Gläubigen in 749 Ortsgemeinden.
  • Die Ekalesia Niue mit 1500 Mitgliedern in 13 Gemeinden. Die Kirche wurde aufgrund einer in der Satzung des ÖRK enthaltenen Ausnahmeregelung hinsichtlich des Kriteriums der Größe als Vollmitglied aufgenommen. Die Insel Niue liegt bei Aotearoa-Neuseeland.
  • Die Evangelisch-Lutherische Kirche von Ghana mit fast 26 000 Mitgliedern.
  • Die Inländische Afrikanische Kirche (Sudan) mit 70 000 Mitgliedern in 154 Ortsgemeinden.
  • Die Association des Eglises baptistes au Rwanda (Bund der Baptistenkirchen in Ruanda) mit über 250 000 getauften Mitgliedern in 120 Gemeinden.
  • Die Evangelische Mara-Kirche in Myanmar (früher Birma) wurde als angeschlossenes Mitglied aufgenommen. Sie hat mehr als 19 000 Mitglieder in 97 Gemeinden.

    Zwei neue Kirchen, die durch Zusammenschlüsse von Mitgliedskirchen entstanden sind, wurden als Vollmitglieder in den ÖRK aufgenommen. Die Vereinigte Reformierte Kirche (Schottland) entstand aus dem Zusammenschluss der Kongregationalistischen Vereinigung von Schottland und der Vereinigten Reformierten Kirche im Vereinigten Königreich. Die sich vereinigende Presbyterianische Kirche im südlichen Afrika entstand aus dem Zusammenschluss der Presbyterianischen Kirche im südlichen Afrika und der Reformierten Presbyterianischen Kirche im südlichen Afrika.

    Der Zentralausschuss nahm vier neue angeschlossene Räte auf. Es handelt sich um die Fédération Protestante de France (Französischer Evangelischer Kirchenbund), den Nationalen Kirchenrat von Burundi, die Fédération des Eglises et Missions évangéliques du Cameroun (FEMEC, Bund der Evangelischen Kirchen und Missionen Kameruns) und den Kirchenrat von Malawi.

    Der Zentralausschuss erkannte ferner zwei Organisationen als internationale ökumenische Organisationen an: den Ausschuss der Kirchen für Migranten in Europa und den Ökumenischen Jugendrat in Europa.

    Zentralausschuss: Fotos


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    Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ist eine Gemeinschaft von 342 Kirchen in über 100 Ländern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die römisch-katholische Kirche ist keine Mitgliedskirche, arbeitet aber mit dem ÖRK zusammen. Oberstes Leitungsorgan ist die Vollversammlung, die ungefähr alle sieben Jahre zussammentritt. Der ÖRK wurde 1948 in Amsterdam (Niederlande) offiziell gegründet. An der Spitze der Mitarbeiterschaft steht Generalsekretär Konrad Raiser von der Evangelischen Kirche in Deutschland.