Church statements and actionst

Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
Wien, 19. September 2001

"Am 18. September 2001, eine Woche nach den schrecklichen und barbarischen Anschlägen, die in den USA tausenden Menschen das Leben gekostet haben, ist der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zu einer regulären Sitzung zusammengekommen. Er gedacht abermals der Opfer and ihrer Angehörigen. Der Vorstand des ÖRKÖ ist der Überzeugung, dass diese Menschen nicht nur Opfer des Terrors, sondern auch Opfer der Umstände sind, die zu diesen Terrorakten geführt haben. Hass und Verzweiflung entstehen nicht im luftleeren Raum. Der Wille und die Bereitschaft, sich mit diesen Umständen ernsthaft auseinander zu setzen, sind Iangfristig ein notwendiges Mittel zur Bekämpfung des Terrorismus. Der Ruf nach Rache und Vergeltung ist ein verständlicher Ausdruck von Wut und Hilflosigkeit angesichts des ungeheuren Ausmasses der Zerstörung. Aber Vergeltungschläge bewirken nur eine weitere Eskalation der Gewalt. Nur Suche nach Gerechtigkeit hält die Zukunft offen. Die Schuldigen müssen gesucht, angeklagt und von ordentlichen Gerichten verurteilt werden. Der Vorstand des ÖRKÖ hofft und betet dafür, dass die Entschlossenheit zur Vergeltung rechtzeitig jener Besonnenhelt weichen möge, die mit Gottes Hilfe konstruktives Zusammenleben der Völker und Kulturen ermöglicht.

Oberin Prof. Christine Gleixner,Vorsitzende
Superintendent Helmut Nausner, Sekretär"


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