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29. November 1998

NEIN ZU GEWALTTÄTIGEN KONFLIKTEN
AFRIKANISCHEN FRAUEN PRÄSENTIERTEN IHREN KONTINENT

Ökumenisches Dekade-Festival - Pressemitteilung Nr. 3


(Harare, 29.11.98) Mit einer farbenprächtigen Präsentation stellten die afrikanischen Frauen den Teilnehmenden des Festivals zum Abschluss der Dekade "Kirchen in Solidarität mit den Frauen" ihren Kontinent vor. Bei der knapp zweistündigen Veranstaltung am Nachmittag des 29.11.98 beklagten die afrikanischen Frauen insbesondere, dass Ihre Stimme bei politischen Entscheidungen nicht gehört werde. "Unsere Herzen sind schwer, denn unser Kontinent blutet, aber nur wenige scheinen unsere Stimme zu hören und zu verstehen", hiess es in einem Gebet. Das von natürlichen Reichtümern gesegnete Afrika sei von einer Wiege der Menschheit zur Wiege von Krieg, Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung geworden. Aber die Frauen Afrikas seien nicht länger bereit zuzulassen, dass ihre Kinder in Kriege geschickt werden. Die afrikanischen Frauen wurden aufgefordert, mit einem "Schrei für Frieden" für ein Ende der Gewalt zu sorgen. Die Frauen der Welt wurden aufgerufen, ihren afrikanischen Schwestern dabei zu helfen. Am Schluss überreichten die afrikanischen Frauen den Vertreterinnen der übrigen auf dem Festival vertretenen Regionen Geschenke, um zu verdeutlichen, dass ihr Kontinent der Welt auch vieles zu geben hat.

In einem Grusswort während der Veranstaltung sagte der Generalsekretär der Allafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC), Clement Janda, dass der AACC die Herausforderungen annehmen würde, die die Frauen während des Festivals an die Kirchen gestellt hätten. Sie würden künftig "im Zentrum der Arbeit des AACC stehen", betonte Janda. Die Achtung der Familie sei ein zentraler Wert in der afrikanischen Gesellschaft, das Festival habe aber eindrucksvoll bewiesen, dass die Verantwortung für die Familie nur von Mann und Frau gemeinsam wahrgenommen werden könne.

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ÖRK-Presse- und Informationsreferent
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